Die Erben der Arisierung – Vortrag und Workshop

Teil 2: „Zeitgeschichtliche Recherche – Quellen und Methoden“

Teil 2: „Zeitgeschichtliche Recherche – Quellen und Methoden“
Wo und wie können Lehrende und Lernende selbst forschen?
Das Wissen um den Anteil der „Mitte der Gesellschaft“ an „Drittem Reich“ und Holocaust ist von zentraler Bedeutung in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder offen zu Tage tritt und „hate speech“ zu Taten gerinnt. Zum Verständnis des Holocaust gehört auch ein bis heute wirksames Ereignis: Die „Arisierung“ genannte Enteignung deutscher und europäischer Juden.
Die E-Mail des Enkels eines jüdischen Unternehmers, dessen Firma in den Dreißigerjahren arisiert worden war, stand am Anfang von Armin H. Fleschs Arbeit zum Thema „Arisierung“. Internet- und Archivrecherchen sowie Interviews mit Nachkommen von Opfern und Tätern folgten, in deren Zentrum stets die folgenden Fragen stehen:
Wer profitierte vom legalisierten Raub und Mord an den Juden?
Wie verhalten sich die heutigen Eigentümer arisierter Firmen zu ihrer NS-Vergangenheit?
Welche Bedeutung hat die Arisierung für das Verständnis des Holocaust und der deutschen Gesellschaft vor und nach 1945?
Welche Auswirkungen hat die Arisierung bis heute?


Zielgruppe: Lehrkräfte für die Fächer Geschichte und Gesellschaftswissenschaften
Eine Anmeldung ist auch möglich, wenn Sie am 1. Teil nicht teilgenommen haben, es gibt eine kurze Einführung bzw. Wiederholung.