Funktionales Denken fördern - Mit Experimenten und Computereinsatz Grundvorstellungen entwickeln Teil 1

Funktionale Zusammenhänge sind ein wesentlicher Themenstrang der Bildungsstandards, ihr Verständnis ist entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe und sie bilden einen wesentlichen Inhalt des Mathematikunterrichts aller Jahrgangsstufen. Viele Schülerinnen und Schülern haben Probleme im Umgang mit Repräsentationen funktionaler Zusammenhänge wie etwa Funktionsgraphen, Tabellen, Funktionsgleichungen und verbalen Beschreibungen. Es fällt ihnen schwer, derar-tige Repräsentationen zu erzeugen, zu interpretieren oder von einer Repräsentation in eine andere zu übersetzen.
Mit Hilfe des online-Diagnosetools ViviAn werden in der Fortbildung Videovignetten aus Gruppenarbeitsprozessen von Schülerinnen und Schülern analysiert und Konsequenzen für den Mathematikunterricht daraus abgeleitet. Diese Erkennt-nisse und aktuelle Forschungsergebnisse bilden die Grundlage, um Zugangsweisen zum funktionalen Denken zu entwickeln.
Die Teilnehmenden arbeiten selbst mit Materialien, die auf die Entwicklung von Grundvorstellungen ausgerichtet sind und lernen Gestaltungsmerkmale kennen, die wesentlich für den Computereinsatz zu funktionalen Zusammenhängen sind. In der Fortbildung wird dazu an Beispielen aus allen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I und zum Teil der Sek II gearbeitet. Anschließend entwickeln die Teilnehmenden auch eigene dynamische Arbeitsblätter und dazu passgenaue Arbeitsaufträge.
Zwischen den beiden Fortbildungstagen erproben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Materialien im Unterricht. Am zweiten Fortbildungstag werden die Erprobungen gemeinsam diskutiert und Konsequenzen für die weitere Unterrichtsarbeit daraus abgeleitet.