ILF MainzModul 4: Interkulturelle Praxis – Vielfalt lebendig gestalten
Modul 4: Interkulturelle Praxis – Vielfalt lebendig gestalten
Zielsetzung
Das Abschlussmodul bündelt die bisher erworbenen Kenntnisse und fokussiert den Transfer in die schulische Praxis. Ziel ist es, handlungsleitende Kompetenzen für den Umgang mit interkulturellen Situationen zu vertiefen und methodische Werkzeuge kennenzulernen, mit denen Lehrkräfte und Fachkräfte interkulturelle Lernprozesse aktiv gestalten können. Die Teilnehmenden lernen, schulische Herausforderungen wie kulturell geprägte Rollenerwartungen, Kommunikationsmuster oder Körper‑ und Geschlechterbilder professionell aufzufangen – etwa in Unterrichtssituationen, Projekten oder Elternkontakten.
Inhalte
- Interkulturalität als gelebtes Prinzip in Unterrichts- und Schulentwicklung
- Analyse und Reflexion realer Fallbeispiele aus Schule und Sozialarbeit (z.B.: Sport, Feste und Rituale, Kooperation mit Eltern)
- Transfer wissenschaftlicher Modelle (z. B. Kulturvergleichende Soziologie, Kommunikationspsychologie) in praxisnahe Handlungskonzepte
- Entwicklung individueller Aktionspläne für interkulturell sensible Unterrichts- und Schulgestaltung
Methodik
Im Zentrum steht die Verknüpfung theoretischer Modelle mit praktischer Anwendung.
- Praxiswerkstätten: In Kleingruppen werden eigene Problemstellungen aus dem Schulalltag eingebracht und mit interkulturellen Methoden bearbeitet.
- Fall- und Projektrecherche: Teilnehmende analysieren typische Spannungsfelder (z. B. geschlechterspezifischer Schwimmunterricht, Speiseregeln bei Klassenfahrten, religiöse Feiertage) und entwickeln handlungsorientierte Lösungsstrategien.
- Kollegiale Beratung: Reflexion eigener Rollenbilder und Entscheidungsprozesse im Austausch mit anderen Fachkräften.
Transfer in die Praxis
Die Teilnehmenden verlassen das Modul mit einem konkreten methodischen Repertoire, das in Schule und Sozialarbeit anwendbar ist.
Termin: 13. – 14.05.2027