Steckt die Demokratie als Staatsform in der Krise?
Die Demokratie steht gegenwärtig vor großen Herausforderungen: das Auseinanderklaffen von Arm und Reich, ein Erstarken populistischer Strömungen und eine wachsende Politikverdrossenheit sind nur einige Indikatoren. Aber welche Staatsform ist es überhaupt, die hier unter Druck geraten ist? Ist es die "Herrschaft des Volkes", also das, was ursprünglich Demokratie meint und viele unter ihr verstehen?
Um das zu klären, werden im ersten Fortbildungsteil philosophische Positionen vorgestellt, die konstitutive Elemente der modernen Demokratie in den Vordergrund rücken. Am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland werden insbesondere die Repräsentativität, die individuellen Freiheitsrechte, die Gleichheit vor dem Gesetz sowie die Idee des Sozialstaats beleuchtet.
Doch wie wirken diese Prinzipien in der Praxis? Begünstigen sie womöglich eine politische Haltung, die den Staat primär als Dienstleister betrachtet? Oder tragen sie gerade dazu bei, Demokratie als gemeinsames Projekt aller Bürgerinnen und Bürger zu verstehen und zu festigen? Diese Fragen führen im zweiten Teil zu wichtigen Kritikerinnen und Kritikern der modernen Demokratie - und zu deren Vorschlägen, wie sich die gegenwärtigen Herausforderungen bewältigen lassen.
Die Veranstaltung ist nach dem sog. Doppeldeckerprinzip konzipiert: Es wird mit Methoden und Materialien gearbeitet, die auch im Unterricht eingesetzt werden können. Als Hilfestellung dazu wird ein Reader zur Verfügung gestellt, der einen möglichen Ablauf eines längerfristigen Unterrichtsvorhabens sowie entsprechende Materialien und methodische Vorschläge enthält.