Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz – geistige Zentren des aschkenasischen Judentums im Mittelalter – Erinnerungsorte jüdisch-deutscher Geschichte

In Kooperation mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz, dem Verband der Geschichtslehrer, Landesverband Rheinland-Pfalz, dem Verein SchUM-Städte e. V. und den Stadtarchiven in Worms und Speyer sowie dem Landesarchiv Speyer
Die ehemaligen SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz stellen ein einzigartiges jüdisches Kulturerbe dar. Sie waren von zentraler Bedeutung für die jüdischen Gemeinden in Mitteleuropa am Beginn des 11. Jahrhunderts, denn sie gelten als Geburtsstätten der aschkenasischen religiösen Kultur. Der Verbund der jüdischen Gemeinden der drei mittelrheinischen Städte im Mittelalter prägte Kultur, Religion und Rechtsprechung der mittel- und osteuropäischen jüdischen Diaspora nachhaltig.
Nicht zuletzt der gemeinsame Antrag des Landes Rheinland-Pfalz auf Aufnahme der jüdischen Monumente des Mittelalters in SchUM in die Liste des UNESCO-Welterbes hat diesen Teil der jüdisch-deutschen Geschichte wieder stärker ins Bewusstsein gerückt. In Vorträgen und Diskussionen sollen die historischen Grundlagen und die aktuellen Entwicklungen behandelt und in Verbindung mit Führungen in Worms und Speyer vertieft und veranschaulicht werden. Die Vorstellung bearbeiteten Quellenmaterials für Schülerinnen und Schüler soll den Transfer in die Unterrichtspraxis ermöglichen.

Orte: Rathaus Worms, Synagoge Worms/Raschi-Haus und Landesarchiv Speyer