4. Theorie-Praxis-Dialog: Weiterentwickeln der Qualität sprachlicher Bildung in Kindertageseinrichtungen

Am 12. März 2019

Veranstaltung des ILF Mainz, Arbeitsfeld Kita, in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen e.V. und dem Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Universität Koblenz-Landau.

Wir führen den in den vergangenen Jahren begonnenen Dialog zwischen
Fachpraxis, Bildungsadministration und Wissenschaft weiter. Dabei nehmen wir Entwicklungen,
Entscheidungen, Erfahrungen und anstehende nächste Schritte in den Blick.
Karen Schönenberg, Fachreferentin im Bildungsministerium stellt die zentralen Eckpunkte und
Erfahrungen im Land nach dem Paradigmenwechsel vor und steht für Fragen zur Verfügung.
Professorin Dr. Gisela Kammermeyer geht genauer auf Konzeptentwicklung und die Bedeutung von Bildungssprache ein und gibt Anregungen, wie „Mit Kinder im Gespräch“ in den Einrichtungen genutzt werden kann.
Mitarbeiterinnen des Instituts für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Universität Koblenz Landau ermöglichen in den Workshops praxisnahe Erfahrungen und Austausch zur konkreten Anregung von Bildungssprache in Kitas bei verschiedenen thematischen Schwerpunkten. In einem weiteren Workshop werden Ideen entwickelt, z.B. als Sprachbeauftragte Inhalte des gesamten Konzepts „Mit Kindern im Gespräch“ ins Team zu transportieren und den Austausch lebendig zu halten.

Ablauf und Beschreibung der Workshops s. ganz unten.

Referentinnen:
Karen Schönenberg, Ministerium für Bildung
Prof. Dr. Gisela Kammermeyer, Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Universität Koblenz-Landau
Workshops: Patricia Goebel, Sarah King, Astrid Metz, Anja Leber, alle Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Universität Koblenz-Landau

Zielgruppe: Fortbildungsverantwortliche und Referenten, Fachschullehrkräfte, Sprachfachkräfte, (Sprach-)fachberatungen, Leitungskräfte, pädagogische Fachkräfte und Interkulturelle Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, sowie interessierte Trägervertreter

Teilnehmergebühr: 50,00€


Geplanter Ablauf

9:30 Uhr Anmeldung und Stehkaffee
10:00 Uhr Begrüßung
10:10 Uhr Neues aus dem Land - Impuls, Möglichkeit zum Nachfragen und Austausch
11:15Uhr Vortrag: Sprache in allen Bildungsbereichen und Möglichkeiten des Transfers von „Mit Kindern im Gespräch“
12:30 Uhr Einblick in die Praxis- Umsetzungserfahrungen
13:15 Uhr Mittagsimbiss
14:15 - 16:00 Uhr Workshopphase
16:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Beschreibung der Workshops

WS 1: „Was kommt nach 7?“ - Bildungssprache im Bildungsbereich Mathematik, Patricia Goebel

Die für den Bildungserfolg von Kindern relevante Bildungssprache kommt im Kita-Alltag unter anderem auch im Bereich Mathematik zum Tragen. Beim Zählen, Messen und Vergleichen sowie beim Erfassen von geometrischen Objekten ist es bedeutsam über die Erfahrungen und Entdeckungen der Kinder mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Teilnehmenden identifizieren in dem Workshop Sprechanlässe im Rahmen des Bildungsbereichs Mathematik und erhalten Ideen, wie sie in Gesprächen mit Kindern den Erwerb von Bildungssprache unterstützen können.

WS 2: „Wie löst sich Zucker in Wasser?“ - Bildungssprache im Bildungsbereich Naturwissenschaften, Sarah King

Der Erwerb der Bildungssprache stellt einen zentralen Schlüssel für den späteren Schulerfolg dar, daher ist es bedeutsam, dass auch Kinder in der Kita früh mit Bildungssprache in Kontakt kommen und zum Erwerb bildungssprachlicher Fähigkeiten angeregt werden. Ziel dieses praxisorientierten Workshops ist es, die Teilnehmenden zum einen für Bildungssprache in ihrem pädagogischen Alltag zu sensibilisieren und zum anderen Möglichkeiten an die Hand zu geben, wie sie Kinder beim Erwerb der Bildungssprache im Rahmen eines Experiments unterstützen können.

WS 3: „Was hast du denn da geschrieben?“ - Bildungssprache und Literacyförderung, Anja Leber

Der Schulanfang ist keine „Stunde Null“ beim Schriftspracherwerb. Bereits in der Kindergartenzeit sammeln Kinder vielfältige Erfahrungen mit Schriftsprache. Diese Vorläuferfähigkeiten sind zentral für die spätere Entwicklung von Lese- und Schreib-kompetenzen. Bildungssprache und Schriftsprache sind eng miteinander verbunden. Doch wie können solche Erfahrungen im Kitaalltag gezielt geschaffen und spielerisch gefördert werden? Wie kann die Neugier auf Schrift geweckt werden? In diesem praxisorientierten Workshop werden konkrete Umsetzungsschritte vorgestellt, erprobt und auf die Praxis der Teilnehmenden hin reflektiert. Dies soll den Teilnehmenden die Anwendung in ihrem pädagogischen Alltag erleichtern.

WS 4: Wie können die Inhalte von „Mit Kindern im Gespräch“ an das Team weitergegeben werden?
Astrid Metz

In einem Kita-Team gibt es für die verschiedenen Entwicklungsbereiche des Kindes zunehmend Experten. Der Workshop richtet sich an die pädagogischen Fachkräfte, die die Inhalte von „Mit Kindern im Gespräch“ in ihr Team transportieren wollen, denn die Sprachbildung und -förderung ist eine Querschnittsaufgabe, die der Zusammenarbeit des Teams bedarf. In diesem Workshop werden Möglichkeiten des Transfers hinsichtlich des methodischen Vorgehens, der inhaltlichen Auswahl und der zeitlichen Gestaltung thematisiert und an konkreten Beispielen erläutert.

Patricia Goebel, Lehrkraft, Uni Koblenz-Landau, Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter; Projektmitarbeiterin im Projekt „BISS-Bildung durch Sprache und Schrift: Gezielte alltagsintegrierte Sprachbildung in Schlüsselsituationen (RLP)“

Sarah King, Dipl. Päd., Uni Koblenz-Landau, Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter; Projektmitarbeiterin im Projekt „BISS-Bildung durch Sprache und Schrift: Gezielte alltagsintegrierte Sprachbildung in Schlüsselsituationen (RLP)“

Anja Leber, Dipl. Päd., Uni Koblenz-Landau, Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter; Projektmitarbeiterin im Projekt Nachhaltige Wirkungen des Qualifizierungskonzepts „Mit Kindern im Gespräch“

Astrid Metz, Dipl. Päd., Uni Koblenz-Landau, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter